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06. - 10. Mai, KTM Adventure im Piemont

 

 

Am Mittwoch, 6. Mai, machten wir uns auf den Weg gen Italien, genauer gesagt nach San Secondo di Pinerolo im Piemont. Wir, das waren insgesamt 10 Teilnehmer, gemischt aus Stassenracern und rückfälligen Alt-Enduristen vom Geländeclub Wettingen, sowie unserer guten Fee Linda.

Das Hotel stand für einmal mitten im Dorf, normalerweise sind die Hotels bei Adventure-Tours irgendwo im Juheh. Die Unterkunft, vor allem meine, war sehr zufriedenstellend, aus irgend einem Grunde erhielt ich so eine Art Präsidentensuite, geräumig genug, um die gesamte Offroad-Ausrüstung quer durchs ganze Zimmer zu verteilen.

Fuhrpark des Hotel San Secondo

Am Donnerstagmorgen ging’s los, wir bildeten zwei Gruppen, Gruppe Cappuccino (Racer) und Gruppe Espresso (GCW). Ich selbst war mit den Espresso-Trinkern unterwegs, da ich nicht gerne Milch im Kaffee habe. Schon am Vormittag, nach einem gemütlichen Einrollen, ging es dann schon richtig ins Gelände (pocco Hardenduro?). Nach dem Mittagessen hatten wir den ersten Guide verschlissen,
an seiner Stelle kam sein Bruder. Und da wurde es noch eine Spur härter, wir fuhren (oder schoben, zogen, trugen) die schwierigsten Passagen der ganzen Tour und kamen schon recht an unsere Grenzen. Dementsprechend hoch war auch der Flüssigkeitsverlust, der abends aber sofort mit genügend Bier wieder ins Lot gestellt wurde. Auch hatten wir schon die ersten Blessuren zu beklagen, Roger hatte nach einem Sturz vor Toms Vorderrad Rückenschmerzen.

 

Am Freitagmorgen war ich dann dran, in einer schnellen Waldpassage verschlug es mir das Vorderrad, ich peilte das linke Bord an und wurde jäh gestoppt von einem Baumstrunk, der den Zusammenprall auch nicht überlebte. Als ich meine Knochen wieder alle gezählt hatte, schaute ich nach dem Bike, das glücklicherweise keinen Schaden davontrug. Beim Check in der Espresso-Bar stellte sich heraus, dass mein linker Unterarm aussah wie derjenige von Popeye. So entschloss ich mich, den Nachmittag etwas zu relaxen und Eis aufzulegen.

 

 

Am Abend stand noch ein kurzer Besuch beim Rallyedoktor an, der aus Retos Knie ein paar Liter Flüssigkeit entfernte. Die Verletzung hatte er sich übrigens nicht beim Endurofahren, sondern schon vorher beim biken zugezogen!

Der Samstag war der Tag der platten Reifen. Reihenweise ging die Luft aus, so dass bald alle Ersatzschläuche aufgebraucht waren. Deshalb entschloss sich unser Obertourguide Stephan „speziale“, am Mittag mit 2 platten Reifen und ohne hinteren Bremshebel die Rückfahrt ins Hotel anzutreten. Am Vormittag ging unser Steinbock noch recht heftig zu Boden, so dass er mit schmerzenden Rippen, zusammen mit Roger und seinem Rückenleiden ebenfalls die Heimfahrt antrat.
Das war eine weise Entscheidung, denn nachmittags setzte Regen ein, und die Nässe erschwerte einige Passagen doch recht erheblich. Aber schlussendlich schafften es alle wieder zurück ins Hotel, zum Teil (wen wundert’s) wieder mit platten Reifen. An dieser Stelle ein grosses Kompliment an unseren „Rookie of the year“ Wale, der sich ausgezeichnet schlug und ohne Verletzungen durchkam, nur mit etwas Muskelkater.

Am Sonntag hiess es Abschied nehmen vom Piemont und unseren neuen Endurokollegen aus Deutschland und Griechenland, die am Sonntagmorgen noch eine Tour zu absolvieren hatten, da sie erst am Donnerstagmittag begonnen hatten. Aber ich hatte das Gefühl, dass sich der Neid auf sie bei uns allen in engen Grenzen hielt.

Text: Erwin

Fotos: Gian Marco, Reto

Video: Reto

 

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