23. - 25. September 2011, Misano

Wir haben lange auf den Moment gewartet, nun können wir endlich packen. Wir treffen uns Donnerstag Morgen 09:00 im YP, Lala war fleissig und hat schon mal den Merz geladen. Da ging es natürlich flott voran und wir konnten bald abfahren. Wie immer wenn wir gen’ Italien fahren halten wir beim MCD in Coldrerio so auch dieses mal, Tradition ist Tradition. Die Luzerner (Wale und Lala fuhren über Luzern) mit etwas Zeitverlust!
An der Grenze das übliche Schauspiel mit unseren „Placetta Placetta“ Motorradschildern lassen sie uns zum Glück ohne Zeitverlust passieren. Wir waren zu viert und mit 2 Fahrzeugen unterwegs, nach dem sesshaften Burger ging es mit Fahrerwechsel weiter. Ich, Jorge durfte den Zitrön vom Casey steuern, was hiess, bei den Zahlstellen musste ich die Automaten füttern, mit der Creditcarte von Casey, was allerdings für einige Aufregung sorgte da immer irgendwas nicht funktionierte. Entweder ging die Schranke nicht hoch oder die Karte kam nicht raus. Es haftete immer etwas Misstrauen an meiner Automatenbedienung an. Allerdings, nachdem ich den Bericht von Misano 2010 gelesen habe hat auch diese Episode eine Vorgeschichte! Gäll Erwin!

Misano Adriatico
Wir kamen gut voran, was wieder hiess, wir mussten vor dem Tor der Rennstrecke warten weil wir zu früh waren. Dies spielte insofern keine Rolle da wir, einmal drinnen auf die Zuteilung/Schlüssel für die Box warten mussten. Man merkt, wir sind in Italien angekommen. Die Box teilten wir mit Bekannten Gesichtern, unter anderem mit dem Kawa „grünen“ Martin „Binggi“ Bingesser. Kurz-Spitz die Box eingerichtet gingen wir danach ins Dorf was essen. Das war gar nicht so einfach,
da war schon fast alles geschlossen! Saisonende! Wir fanden aber doch noch eine Pizzeria in der überlaut „Impossible III“ lief, was wir nicht unbedingt gebraucht hätten. Aber die Pizza hat geschmeckt und zurück in der Box verkrochen sich alle in die Transporter, ausser Jorge, der schläft immer racingmässig zwischen den Motorrädern.
Freitag 23.09.2011
Ich nimm’s gleich vorweg, wir mussten uns wegen dem Wetter die ganzen drei Tage keine Sorgen machen, es war wolkenlos und warm. Richtiges Rennwetter! Am Morgen früh war wie üblich Fahrerbesprechung. Dann ging es auch schon gleich los. Wale und Casey haben sich in der Klasse A2 und Lala und ich in der Gruppe B eingetragen. Wir gingen die ersten Runden und Turns mit dem nötigen Respekt an. Wir wollten ja alle bis Sonntag fahren können. Am Nachmittag hing die neue Gruppeneinteilung, alle wurden wir eine Klasse tiefer eingeteilt ausser Wale.
Das hat uns alle schon etwas gekränkt, man hat ja seinen Stolz. Sonst war eigentlich alles bestens, Wale’s und Jorge’s Vorderräder liefen ganz leicht nach dem letzten Service. Alle Schrauben blieben angezogen, alles dicht, kein Motorschaden, wunderbar. Halt, moment da war noch was, die Zylinderkopfdichtung von Casey’s R6 ging hopps, will heissen sie war undicht wie Wale’s „Sara“ in Brünn. Zum Glück war ja unserer SRT-Mech Lala mit dabei und hat sich sofort in die Arbeit geschmissen und das gute Stück wieder repariert.
So ein Schaden ist nicht für alle gleich lustig
So gings in den „Feierabend“ und wir gingen „kurz“ in die Streckenkneipe auf ein Bier in den Apéro! Da gefiel es uns recht gut und wir wurden sehr gut bedient, mit feinen Häppchen, Pizzastücke usw. da erübrigte sich bald aufzubrechen um essen zu gehen. Aber keine Angst, wir sind noch rechtzeitig aufgestanden und haben unser Nachtlager in Beschlag genommen.
In unserer Lieblings-Rennstrecken-Bar
Samstag 24.09.2011
Nach dem Frühstück, mit mittlerweile Kaffee mit etwas mehr Pfupf, gingen wir ans Qualifying für die Samstagnachmittags Vergleichsfahrt. Wale lief in Form auf und qualifizierte sich locker für’s Rennen seiner Klasse. Zum Glück hatte actionbike ein Erbarmen und machte noch ein 3.Klass-Rennen für Casey, Lala und mich. Casey aus der Poleposition, sprach von einem speziellen Erlebnis. Für uns wurde er schlussendlich auch der moralische Sieger. Da es in Italien nur fliegende Starts gibt weiss man nicht unbedingt wer vorne ist und so kam es, dass er um 0,07 Sekunden geschlagen wurde. Sch......ade aber auch!!
Verglichen mit Wale’s Rennen konnte er sich allerdings glücklich schätzen, denn Wale kam nach 4 Runden zurück in die Box. Schaltung blockiert. Er konnte weder rauf noch runter schalten. Aus die Maus! Das ist Sch......ade! Lala und ich konnten uns im Rennen zunehmends steigern und kamen als glücklicher 7. und 28.ter heil ins Ziel.

Unsere drei Sieger
Sonntag 25.09.2011
Für Wale war es der Tag danach. Wat den nu? Das Getriebe seiner R1 ist nicht auf die Schnelle zu reparieren aber zum Glück hatte Lala ein Erbarmen und gab dem unglücklichen Racer seine R6. Kurz angemeldet ging es auch gleich los und er legte Zeiten hin, da hatten nicht alle Freude und fühlten sich herausgefordert. Es ging soweit dass Wale und Casey miteinander auf die Piste gingen und sich über den Asphalt jagten! Zum Glück blieb alles heil aber zum Ärger von Casey blieb Wale vorne. So, das ist das Salz in der Suppe und somit bleibt noch eine Rechnung offen für die nächste Saison.
Da man sich für den Sonntagnachmittag neu anmelden/zahlen musste und neue, in der Regel, Chaos-Gruppen angereist waren schenkten wir uns die Turns am Nachmittag und packten unsere Siebensachen, verabschiedeten uns von unseren netten Boxennachbarn und machten uns gesund und glücklich auf den Heimweg.
Am Gotthard fand das übliche „Treffen“ statt, zum Glück hielt sich der Stau in Grenzen.
Für Wale und mich war das der Saisonabschluss, Lala und Casey gehen in 2 Wochen noch nach Mugello. Viel Spass schon jetzt, aber eigentlich hättet ihr auch gleich da bleiben können, Mugello liegt unweit von Misano entfernt.
Text Jorge
Fotos Jorge
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SENIOR RACE TEAM



