28. - 29. Juli 09, Dijon

Lange erwartet und plötzlich hiess es packen. Wir trafen uns um „High Noon“, wie Erwin sagt, in der Basis im YP. Das Einladen ging zügig vorwärts. Der Reto kam mit einem Geburtstagskuchen daher, ich hatte Geburri und wurde eben erst ...hämm ...pfhh ...alt auch egal. Vielen Dank für die feine Überraschung

Jeder schnappte sich ein Stück und dann gings los gen Westen. Wir kamen gut voran bis wir wegen einer Baustelle fast in Anneau du Rhin landeten. Bei einem Sandwich waren wir wieder vereint und fuhren weiter bis es in einer weiteren Baustelle bei Gian-Marco’s Transporter zuerst rumpelte und sich dann mit einem Riesen-Knall der hintere rechte Reifen verabschiedete. Der Reifen pellte sich komplett von der Felge!

Riesen Schwein gehabt dass nichts weiter passiert ist und GM in der Baustelle anhalten konnte. Nach kurzen Turbulenzen „wo ist das Werkzeug?“ ging es mit dem Ersatz- Reifen weiter.
In Dijon angekommen bezogen wir gleich die Box welche wir mit den „Kawasuki Ninjakillers“ teilten, Lala’s Kawa-Kollegen. Gleich darauf ging jeder mit seiner Maschine zur techn. Kontrolle wo wir auch die Kleber für die Gruppeneinteilungen erhielten. Dazu bekam jeder ein T-Shirt und eine chic aussehende Yamaha Jacke.

Die Box gut eingerichtet gingen wir gleich an’s Starterset Bier und genossen die Abendsonne. Unsere Bäuche füllten wir mit feinem Fleisch vom Grill, „alles andere ist Beilage“ ausser Erwin’s feines Söseli zu den Pasta! Gespannt auf den nächsten Tag gingen wir alle bei Zeiten zu Bett, die Hardcore-Biker zwischen den Bikes mit Renn-Atmosphäre pur die Warmduscher zogen sich in ihre Autos zurück.
Super Morgen das Wetter stimmt, wir kriechen aus den Schlafsäcken und versuchen mit einem Kaffee leben in den Körper zu bringen. Es riecht fein von Reto’s genialer Brotbackmaschine.
An der Fahrerbesprechung holen wir uns die letzten Infos und machen uns für den ersten Turn bereit. Nach ein, zwei Turns mussten wir mit Schrecken feststellen, dass wir in der Klapphelm-Gruppe gelandet sind und einer nach dem andern wechselte in die nächsthöhere Gruppe zu GM. Wir kamen langsam in Fahrt und die etwas holprige Piste prägten wir uns immer besser ein. A propos holprige Piste, Retos Kamera viel schon im ersten Turn ab und zerschellte am Boden. In der Mittagspause wurden wir mit einem wirklich feinen Essen vom Veranstalter „Hostettler“ verwöhnt.

Am Nachmittag nahm Lala seine Board-Kamera in Betrieb! Irgendwie stimmte bei diesem Turn alles, wir waren alle gut drauf. Alle auf einem Haufen vor Lala, jeder schnappte sich einen Kollegen und wurde auch gleich wieder von einem anderen oder auch gleichen Kollegen wieder überholt. Lala filmte was das Zeug hielt und mischte sich ins Geschehen ein und überholte und wurde überholt. ...Das hat riesigen Spass gemacht. Es war einfach affenstark! Nach dem Turn ein Riesen- Spektakel in der Box und jeder erzählte wie er es erlebte. ...dann wollten wir das Ergebnis von Lalas Filmaufnahmen sehen!! Oh Schreck! Da sind ja nur 7 Sekunden Aufnahme aus der Box drauf und Null von der Piste! Leider hat die Kamera den Geist bereits nach 7 Sek. aufgegeben, schade!
Es wurde schnell Abend und wir stellten die Bikes in Reih und Glied in die Box. Jeder hatte noch an seinem „Schätzeli“ etwas zu schrauben, putzen oder kontrollieren. Bei Bier, Grill und Pasta und gefüllt mit genügend Gesprächsstoff des ganzen Tages wurde es nicht spät bis wir uns in unsere Schlafsäcke zurück zogen – morgen ist auch noch ein Tag.

Ja, und der begann Wunderprächtig! Und es riecht wieder fein, ihr wisst schon. Nach dem Frühstück gingen wir an die obligate Fahrerbesprechung. Nun reihte sich Turn an Turn, der eine oder andere wechselte mal einen Reifen und zwar Gratis, wenn es ein Pirelli war. Überhaupt zeigte sich der Veranstalter „Hostettler“ äusserst grosszügig, ein Satz Reifen, ein T-Shirt, eine Jacke und 2 Mittagessen hat jeder bekommen...schon fast wie „All included“!!

Fahrerisch taten sich die 6er vor allem mit ihrer vorliebe zur Rechtskurve hervor und fühlten sich wohl auf der Holperpiste (übrigens, Dijon hat 3 links und fast 200 rechts Kurven ;-) !) Reto und ich, in der R1 Minderheit, konzentrierten uns vor allem auf die Streckenberüchtigte „R1-Todeskurve“ damit sie uns möglichst nicht abwarf, was leider ersterem nicht gelang und er eine lange Ölspur auf die Piste legte. Zum Glück geschah nichts Schlimmeres und er verpasste dadurch nur ein zwei Turns. Nach dem letzten Turn gings zackig ans zusammenpacken. Wir verabschiedeten uns von den Kawa-Jungs mit welchen wir uns in Hockenheim wieder eine Box teilen.
Alles bereit und abgefahren, leider haben wir zu wenig konkret abgemacht wo wir einen Zwischenhalt machen wollen und so kam es, dass wir uns aus den Augen verloren.
Es waren drei schöne und spannende Tage – nun freuen wir uns auf Hockenheim. Ihr wisst ja, nach dem Bike-Event ist vor dem Bike-Event – Hockenheim wir kommen.
Text, Jorge
Bilder, Jorge
Video, Jorge
_________________________________________
SENIOR RACE TEAM



