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18. - 20. Juni 2010, Brünn

 

Donnerstag 17. Juni 2010

Aufbruch in die Tschechei.
Die Vorfreude war riesig! Alle gemeldeten Teilnehmer haben es geschafft sich und ihr Gerät auf diesen Termin fertig zustellen. Bei manchen ist das normal,
bei anderen grenzt das an ein Wunder.

Erwin und Denise machten sich schon am Morgen auf den langen Weg.
Jörg, Frenky, Gian Marco und Wale haben die Luxusvariante mit Zug gewählt und konnten es entsprechend gemütlicher nehmen.

Ursprünglich wurde der Burger-King im Glarnerland als erstes Etappenziel angepeilt. Da dieser auf der Gegenfahrbahn liegt musste die Unterführung benutzt werden. Ein überaus diensteifriger und sehr motivierter Mitarbeiter des Mövenpicks überredete die ganze Gruppe statt eines pampigen Burgers das einmalige Angebot des heutigen Abends diesseits zu wählen. Für Fr. 25.-,  all you can eat!!!
Hammer! Glücklicherweise blieb nicht allzu viel Zeit sonst hätte Frenky nach einem Salat, Schnitzel/Pommes, Bratwurst mit Rösti und Dessert zum dritten Hauptgang angesetzt. Da wurde es einem nur schon vom Zuschauen übel. Wo ein so kleiner Mann das alles hinpackt bleibt ein Rätsel.

auf dem WegIrgendwo im Niemandsland

Feldkirch wurde erreicht, der Zug stand bereit und das erste Bier bereits in nächster Nähe. Soweit alles in bester Ordnung.
Was dann folgte war ein Drama in mehreren Akten. Kurz, der Nissan war im Verhältnis der Höhe zu breit! Schmaler kann man ein Auto nicht machen aber eventuell etwas tiefer. Deshalb als pragmatische Lösung die Luft aus den Reifen lassen. Genützt hat es nix, das Ding war, ist und bleibt zu klobig für den Bahntransport. Zudem liess sich der Herr Schaffner in keiner Art und Weise erweichen, da auf der Strecke eh schon ein Güterzug vor einer Haustüre lag.

So teilte sich die Gruppe in zwei Einheiten auf. Frenky und Jorge mussten den Weg auf Achse in Angriff nehmen nachdem sie eine knappe Stunde versuchten den Platten wieder zu pumpen.
Der Verursacher des Desasters und Gian Marco machten es sich, im nun seeehr luxuriösen Abteil, gemütlich. Erstgenannter zahlte dafür einen horrenden Preis und legte sich mit einigermassen schlechtem Gewissen aufs Ohr.

Freitag, 18. Juni

Freitag, Brünn – Regen! Wie sollte es anders sein!
Frenky und Jörg wirkten etwas übermüdet. Der Grund war, dass kurz vor dem Ziel Jörgs Garmin die Orientierung verloren hatte. Was dann folgte war anscheinend eine kleinere Odyssee. Die Stimmung war deswegen auch nicht auf einem Höhepunkt. Gian Marco und Wale mit etwas skeptischer Mine hatten den Ort der Veranstaltung auch erreicht.

Regen
Regen, Regen, Regen

Erwin und Denise schon in voller Montur. Ein Bike mit Regenabstimmung das Andere mit Slicks. So macht das Spass. Die Beiden drehten munter ihre Runden und hatten ein Grinsen im Gesicht während der Rest der Truppe auf bessere Zeiten hoffte. Wie gehabt trocknete die Strecke über Mittag ab um kurz vor den Nachmittagsturns wieder vom Regen überflutet zu werden. Ohne Hoffnung auf Besserung legten sich die beiden Nachtfahrer aufs Ohr während GM und Wale in den Boxen herumlungerten. Pünktlich zum Ende des Tages besserte sich das Wetter wieder und liess Hoffnung für den nächsten Tag aufkeimen.

GötterdämmerungGötterdämmerung

Der Tag wurde mit einem Nachtessen im streckeneigenen Restaurant beschlossen. Jeder legte sich mit seinen eigenen Erlebnissen zeitig ins Bett.

 

Samstag, 19. Juni

Die Wetterprognosen waren für die ganze Veranstaltung im Vorfeld mehr als nur schlecht. Umso mehr freute sich das Team an den guten Bedingungen die der Samstag brachte. Alle waren jetzt ausgeschlafen und hoch motiviert. Endlich konnte mit Trockenreifen gefahren werden und jeder tastete sich an die Strecke heran. Brünn ist einfach ein geiler Kurs. Auf und ab mit vielen schnellen Kurven die richtig schöne Schräglagen zulassen. Dieses Feeling lässt die ganzen Entbehrungen, den Aufwand und das viele Geld in den Hintergrund treten und entschädigt tausendfach. Jeder fühlt sich irgendwie wie Casey Stoner. Da fehlen zwar ein par Sekunden aber das spielte wirklich keine Rolle.
Am Besten hat man das unserer Denise angesehen. Nach gerade einem Kurs in Anneau du Rhin und ein par hundert Kilometer auf der Strasse wagte sie sich auf die Rennstrecke. In der wirklich gut organisierten Gruppe der Instruktoren fühlte sie sich pudelwohl und konnte sich kontinuierlich steigern. Eine Freude zu sehen wenn sie den Helm abnahm und ein Grinsen wie ein Honigkuchenpferd im Gesicht hatte. Als Höhepunkt gab sie bekannt, dass sie mit dem Knie am Boden war und zeigte stolz den zerkratzten Knieschleifer. Der Rest der Truppe applaudierte heftig, da so ein Ereignis eine Runde für das ganze Team zur Folge hat.

SpioneStille Beobachter

Alles blieb heil, was mittlerweile als wichtigstes Tagesziel angesehen wird, und alle waren mehr oder weniger mit dem Erlebten zufrieden. Das Abendessen wurde in einem feinen Restaurant in der Nähe begangen. Es bleibt zu bemerken, dass das Essen gut und günstig ist, das Bier sogar Weltklasse. Die ungewohnte Küche sorgte bei manchen für kleinere Störungen im Verdauungstrakt. Abhilfe wurde bei einem Spaziergang auf der Rennstrecke geschaffen. So konnten beim Linienstudium die inneren Drücke den Umgebungsverhältnissen angeglichen werden.
Als Highlight dürfte noch die Abendunterhaltung der deutschen Gäste vermerkt werden. Die deutsche Elf versuchte sich gegen Serbien. Anfangs mit Gegröle und lauten Gesängen, unterstützt durch Jorges Vuvuzela (besten Dank an dieser Steller für die einwandfreie Idee) wurde die Gesellschaft immer leiser um nach 90 Minuten gänzlich zu schweigen.
Dieser Umstand verhalf allen zu einer ruhigen Nacht.

 

Sonntag 20. Juni

Der Himmel bedeckt, die Temperaturen leicht unterkühlt aber trocken. Nicht optimale aber doch brauchbare Bedingungen. Jeder hatte sich in den diversen Listen seinen Startplatz für die vielen Rennen gesucht und bereitete sich gewissenhaft darauf vor. Es ist einfach das Salz in der Suppe. Bei Anita Schräglage wird das ganze Rennprozedere aus der SBK übernommen. Startaufstellung, Warmup-Lap, stehender Start. Alles wie im richtigen Leben. Als Hochgefühl am Ende des Rennes winken die Streckenposten mehr oder weniger motiviert mit ihren Fahnen um das Race-Feeling noch besser rüber zu bringen. Wirklich ein Erlebnis!

StartStarting Grid

Wie meistens ein überlaufenes Feld für unsere 600er Fahrer. Zu erwähnen Erwins 12. Platz. Rundenlang kämpfte er gegen einen Triumph Piloten und verbesserte dabei seine Rundenbestzeit um Sekunden. Das ist umso erstaunlicher da die Strecke dieses Jahr ca. 2 Sekunden langsamer war. Gerüchten zu Folge war es seine Tochter, deren Anwesenheit ihn zu Höchstleistungen antrieb. Frenky und Gian Marco belegten im gleichen Rennen die Plätze 15 und 20.
Denise belegte den sensationellen 9. Rang bei den 15 Ladies. Nikki würde sagen „i zieh meine Kappe“!
Wale dümpelte chancenlos bei den lizenzierten Piloten am Ende des Feldes herum, während Jorge versuchte Vertrauen in sich und seine Maschine zu gewinnen.

Alle waren zufrieden mit dem Erreichten und packten langsam das Material zusammen. Alle wären gerne noch geblieben aber eine beschwerliche Heimreise stand an und wurde kurz darauf in Angriff genommen. Am Montagmorgen trafen sich alle noch einmal beim Abladen und damit wurde ein super schönes und friedliches Motorsport-Weekend zu einem glücklichen Ende gebracht.

Alle freuen sich auf Hockenheim oder mit den Worten von Denise nach dem
Brünn-Wochenende
„Das war das Geilste was ich bis jetzt gemacht habe!“

Es folgen noch ein par Aufnahmen vom Rennfotograf

ErwinErwin

 

DeniseDenise

 

WaleWale

Text: Wale

Bilder: Jorge und Casey, rennstreckenbilder.de

Video: folgen

 

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