23. Juli, Anneau du Rhin

Im kleinen Kreis (quasi als Familienausflug) nahmen Denise und Erwin am Renntraining auf unserer Hausstecke teil. Das Training wurde von Danhoff Motorsport durchgeführt, mit dem wir noch nie unterwegs waren. Da Denise dieses Jahr noch nicht auf der Rennstrecke war, handelte es sich um ihr Roll out, bevor es dann anfangs August zu höheren Aufgaben nach Brünn geht. Für Erwin auch die Gelegenheit, sich mit dem neuen Motor vertraut zu machen, da sich der alte bei der letzten Veranstaltung abrupt verabschiedet hat , eine Reparatur wäre zu aufwendig gewesen.
Die Vorzeichen standen nicht besonders gut, die ganze Woche regnete es, und auch der Wetterbericht war nicht gerade ermutigend. Am Freitagabend, beim Aufladen, goss es noch wie aus Kübeln, und auch bei der Abfahrt am Samstagmorgen war es grau und regnerisch. Auf der Strecke angekommen hatte zumindest der Regen aufgehört. Der erste Turn fand aber noch auf feuchter Strecke statt, dementsprechend vorsichtig gingen wir (mit Slicks bereift) zur Sache. Aber, um es vorweg zu nehmen: Petrus hatte ein Einsehen, die ganze Veranstaltung wurde im Trockenen abgewickelt, nur nach dem Mittagessen gab es noch ganz wenige Tropfen, die aber keinen Schaden anrichteten.
Denise war nach dem ersten Turn alles andere als zufrieden, erstens, weil die Verhältnisse noch schwierig waren, zum anderen weil sie das Gefühl hatte, es gehe gar nichts mehr. Aber wir kennen ja alle das Gefühl bei Saisoneröffnung, man denkt, man sei noch nie auf einem Rennmotorrad gesessen. Aber wie bei allen besserte sich ihre Stimmung schon beim zweiten Turn schlagartig, plötzlich lief es besser, und gegen Abend war sie wieder sehr flüssig und sicher unterwegs.
Am Nachmittag ereigneten sich kurz hintereinander zwei heftige Stürze, was zu Unterbrüchen führte. Da zeigte sich der Veranstalter nicht gerade souverän. Normalerweise wird der Zeitplan einfach eingehalten, auch wenn eine Gruppe nicht zum Fahren kommt. Aber dieses Mal haben sie alles umgemodelt und haben Kurzturns eingeführt. Da in AdR kein Lautsprechersystem vorhanden und das Fahrerlager ziemlich weitläufig ist, führte dies zu einem ziemlichen Chaos (Welche Gruppe? Wann? Wie lange?) Es führte auch dazu, dass man der Ansicht war, man sei jetzt dran, dann wurde plötzlich eine andere Gruppe eingeschoben (von denen die meisten nicht informiert waren) und beim Warten wurden die schön aufgeheizten Reifen wieder kalt. War sicher gut gemeint, aber schlecht ausgeführt.
Trotzdem kamen wir voll auf unsere Kosten, und wir machten uns befriedigt auf den Heimweg, mit dem guten Gefühl, für Brünn gerüstet zu sein.
Bericht Casey
Fotos Trescher
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SENIOR RACE TEAM



